Welche Relevanz hat das Recht auf Datenübertragbarkeit für Unternehmen? Was muss im Datenschutzmanagement des Unternehmens beachtet werden?

1. Bedeutung des Rechts auf Datenübertragbarkeit für Unternehmen

Für Unternehmen wird das Recht auf Datenübertragbarkeit große Bedeutung erlangen. Sofern sie personenbezogene Daten, die ihnen von betroffenen Personen bereitgestellt werden, auf der Grundlage von Verträgen oder Einwilligungen automatisiert verarbeiten, sind sie Anspruchsgegner des Rechts auf Datenübertragbarkeit. Da Unternehmen, denen die bereitgestellten personenbezogenen Daten zu übermitteln sind, auch Mitwirkungspflichten treffen dürften, wird das Recht auf Datenübertragbarkeit für sie beachtliche Relevanz erlangen.

In dem Umfang, in dem ein Unternehmen Anspruchsgegner des Rechts auf Datenübertragbarkeit ist, muss es Vorkehrungen ergreifen und interne Prozesse aufsetzten, die sicherstellen, dass die personenbezogenen Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format übermittelt werden können, sofern eine betroffene Person ihr Recht auf Datenübertragbarkeit ausübt. Dabei muss sichergestellt werden, dass dies unentgeltlich und unverzüglich, spätestens innerhalb eines Monats nach Eingang eines entsprechenden Antrags, erfolgt. Bei der Ausgestaltung der Prozesse gilt es auch zu berücksichtigen, dass Verantwortliche verpflichtet sind, betroffenen Personen die Ausübung ihrer Rechte, mithin auch des Rechts auf Datenübertragbarkeit, zu erleichtern.

Zu beachten ist: Bei Verstößen gegen das Recht auf Datenübertragbarkeit können mit Geldbußen von bis zu 20 Mio. EUR oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 % seines gesamten weltweiten erzielen Jahresumsatzes des vorausgegangenen Geschäftsjahres verhängt werden.

2. Vorkehrungen im Datenschutzmanagement des Unternehmens

Folgende Aspekte werden bezüglich der Integration des Rechts auf Datenübertragbarkeit im Datenschutzmanagement eines Unternehmens relevant werden: